Was ist Bullet Journal® 3.0 überhaupt? Wie ist es entstanden und was hat es mit der ursprünglichen Methode zu tun?
Hallo und Shalom,
meine Name ist Millaine. Ich bin Bullet Journal® Certified Practioner und Bullet Journal Minimalistin. Mehr dazu am Ende des Artikels. Es ist mir total wichtig, dass du die Grundlagen der Bullet Journal Methode verstehen kannst. Leider gibt es immer noch Menschen, die auf Social Media nicht die Antworten auf ihre Fragen finden, die sie suchen. Genau deshalb schreibe ich jetzt auch wieder darüber. Und in diesem Beitrag geht es eben genau um Bullet Journal 3.0 und was es dir bringt, mehr darüber zu erfahren.
Warum Bullet Journal® 3.0?
Bullet Journal® 1.0 war die Methode, so wie sie vom Erfinder entwickelt und in seinem Buch „Die Bullet Journal Methode“ veröffentlicht wurde. Das war 2018. Bereits vorher ist die Website online gegangen und hat viele Menschen begeistert. Leider ist später durch viele „Nutzende“ etwas anderes daraus gemacht worden. Ich möchte diesen Punkt hier nochmal ganz kurz aufgreifen.
Es geht um ein System. Die Gestaltung der Seiten ist nicht die Methode. Was du in deinem privaten Bullet Journal daraus machst, ist weniger von Bedeutung. Viele Menschen haben ihre Bullet Journals aber geteilt, auf Websites, auf Social Media. Dadurch ist eine Community entstanden. Das ist schön und hat viele auch motiviert, mit der Methode zu beginnen. Ebenso haben viele Menschen aber auch wieder aufgehört. Das lag nicht zuletzt daran, dass sie Seiten von anderen aufgrund der Gestaltung der Seiten kopiert haben.
Dein Bullet Journal soll dir aber helfen, in deinem Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen, die Person zu werden, die du gern sein möchtest. Dabei können dir die Seiten von anderen kaum helfen, denn jeder Mensch ist so ganz unterschiedlich mit eigenen Herausforderungen. Es ist also enorm wichtig, die Grundlagen der Methode zu verstehen, ohne dabei nach rechts und links zu schauen.
Was war denn jetzt BuJo 2.0?
Mit 2.0 kam die erste Veränderung. Ich durfte sie damals hautnah miterleben, denn da war ich schon in der BuJo U, der Community von und mit Ryder Carroll selbst. Wer, wenn nicht der Erfinder einer Sache, kann sie am besten erklären? Deshalb verwundert es mich immer wieder, dass Menschen die Antworten nicht zuerst auf dem Bullet Journal Kanal (Instagram, Website und co.) lesen.
Eine Veränderung in BuJo 2.0 war die Wochenreflexion. Sie hat etwas getan, was bei mir auch einige Veränderungen gebracht hat – ganz persönlich. Auch im Internet hätte dadurch einiges passieren können. Leider gibt es immer noch den Weekly Log in der Mehrheit, der mit der Bullet Journal Methode so rein gar nichts zu tun hat. Ich finde das total schade, denn die Wochenreflexion kann ganz viel, was vorher eben gefehlt hat. Wie man dabei vorgeht, erkläre ich regelmäßig auf meinem YouTube Kanal.
Natürlich gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. In BuJo 2.0 war die Wochenreflexion eine Reflexion in ganzen Sätzen, dem Longform Journaling. Hier sind 2 Formen des Schreibens zusammen gekommen, die beide ihre Vorteile haben. Das Bullet Journaling ist eine Methode, eben die Art zu schreiben und zu reflektieren.
Und was ist noch Bullet Journal® 3.0?
Unter anderem haben sich auch die Bullets verändert, die der Methode ihren Namen geben. Früher hat man immer von Aufgaben gesprochen. Daraus sind Handlungen geworden. Aufgaben klingt so, als müsste man einfach nur etwas abhaken. Handlungen sind bewusste Entscheidungen. Und genau um die geht es in der Bullet Journal Methode.
Das = für Stimmungen ist auch neu dazu gekommen. Das macht es leichter, den Tag auch wirklich aufnehmen zu können. Wenn dir deine Handlungen nichts bedeuten oder du nicht weißt, was sie dir bedeuten. Dabei geht es nicht nur um psychische Wahrnehmungen, sondern auch um das, was in deinem Körper passiert. Du musst nicht nach komplexen Worten suchen, sondern kannst das benennen, was in dir vorgeht.
Am Anfang hatte ich meine Probleme damit. Es ist mir schwergefallen, überhaupt Worte zu finden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass das mit der Zeit wächst. Dieses Wachstum ist auch spürbar.
Und was ist ein Ereignis? Damit sind keine Termine gemeint. Für mich war das auch lange so, aber auch ein Termin kann ein Ereignis werden, wenn er dich beschäftigt. Was auch immer dich daran beschäftigt, eine Emotion, eine Erkenntnis oder eine Person, alles kann darunter reflektiert werden. In meinem Daily Log werden häufig Sachen zu Ereignissen, die mit Gedanken und Erinnerungen im Kontext stehen.
So kann ich Gefühle leichter benennen und weiß, was mich daran gerade wirklich beschäftigt.
Ereignissen müssen nicht immer geplant sein. Das ist etwas, was so wichtig ist. Es ist wichtig für dich, alles andere ist nicht entscheidend.
„Beobachtung ohne Bewertung“
Ryder Carroll über Ereignisse
Du kannst dich diesem Ereignis, der Beobachtung auch später noch zuwenden. Vor allem sind Dinge erst einmal auf dem Papier und das hilft, sich mit anderen Themen beschäftigen zu können.
In der Wochenreflexion hilft dir die Aufnahme auch später noch, wenn du weiter darüber nachdenken/reflektieren möchtest.
Hast du das schon einmal so ausprobiert?
BuJo 3.0? Aus gutem Grund.
Bullet Journal ® 3.0 ist also nicht nur eine Weiterentwicklung, sondern in erster Linie eine Verbesserung. In der kommenden Zeit schreibe ich wieder mehr Blogbeiträge. Ich habe das Schreiben über die Bullet Journal Methode vermisst und möchte jetzt wieder mehr darüber schreiben.
Es ist schade, dass von dem Thema noch nicht soviel im deutschen Raum angekommen ist. Dieses BuJo 3.0 ist eine echte Bereicherung und Veränderung ist eine noch achtsamere Bullet Journal Methode.
Die Bullet Journal Methode war nie oberflächlich. Die Tiefe war schon vorher da. Nur war diese Tiefe kaum nach außen sichtbar.
Ich werde öfter gefragt, woher ich mein Wissen habe. Das ist nur allzu verständlich, denn wie man sehen kann, nimmt es das Internet mit der Wahrheit nicht so genau. Woher weißt du also, dass meine Inhalte wirklich richtig sind?
Bullet Journal Certified Practitioner und die Kurse dahinter.
Die Kurse, die ich gemacht habe, waren vom Erfinder der Methode persönlich. Ich möchte das jetzt gern einmal mit dir teilen, ohne zu viel über die Inhalte zu sagen.
Im ersten Kurs geht es um die Grundlagen der Methode. Hier gab es das Update auf Bullet Journal® 3.0 schon, als ich den Kurs gemacht habe. Du kannst ihn auch machen. Er ist in der BuJo U – der Bullet Journal Community – für jeden Menschen zugänglich, wenn man den Foundation Plan bucht.
Den 2. Kurs habe ich auch genau da gemacht und damit das Abzeichen bekommen. Der Transformation Kurs hatte es wirklich in sich. Wir haben uns 6 Wochen lang jede Woche getroffen und gemeinsam noch mehr über die Bullet Journal Methode gelernt. In Breakout Sessions haben wir uns über unsere Gefühle, Gedanken, Ziele und Prozesse ausgetauscht. Der Kurs ist auf Englisch und hat mir persönlich ganz viel gebracht. Ich darf ihn dieses Jahr im Februar sogar nochmal wiederholen, um weiter dranbleiben zu können.
Wenn ich über die Bullet Journal Methode spreche, dann also nicht nur aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen, sondern auch mit dem, was ich von Ryder und der Community lernen durfte.
Eigentlich würde ich gern noch stundenlang an diesem Beitrag schreiben, weil er mir so wichtig ist und auch weil oft danach gefragt wurde. Wünschst du dir auch, deine Bullet Journal Methode noch weiter zu vertiefen? Dann kann ich dir die BuJo U nur empfehlen. Hier bekommst du alles, was du über die Bullet Journal Methode wissen möchtest.
Möchtest du mehr über meine ganz persönliche Erfahrung mit der Bullet Journal Methode erfahren? Dann ist Patreon etwas für dich. Hier bekommst du früheren Zugriff auf Bullet Journal Videos von meinem YouTube Kanal, Beiträge und Bilder, bevor ich sie auf anderen Kanälen teile.
Ich danke dir für deine Unterstützung und wünsche dir noch einen tollen Tag.
Bye und Shalom,

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