und was sie nicht ist.
Disclaimer: Die Bullet Journal Methode und alle damit verbunden Rechte gehören dem Unternehmen Bullet Journal. In der Überschrift ist deshalb das Rights reserved Zeichen eingefügt. Im Text wurde es für bessere Lesbarkeit weggelassen. Das ändert aber nichts an den Rechten. Die Autorin dieses Artikels ist Bullet Journal Certified Practioner und schreibt nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne des Erfinders der Methode.
Das Bullet Journal ist kein Planungstool.
Ja, zumindest nicht allein. Hier verlaufen sich leider viele. Genau deshalb möchte ich daran anknüpfen, denn das war der Aufhänger für diesen Artikel. Und das möchte ich als wichtiges Wissen an den Anfang stellen. Wenn du dein Bullet Journal ganz privat für dich nutzt, kannst du tun, was dich weiterbringt. Creator/innen haben aber eine Verantwortung, die sie nicht vergessen dürfen. Und weil das aber viel zu oft passiert, möchte ich aufklären. Woher kommt der Gedanke mit dem Planungstool?
Zwischen Wochenplanung und Monatsübersicht – die Bullet Journal Methode ist nicht
Weekly Log, Monthly Log, Daily Log – sie arbeiten in der Rückschau für dich. Die Planung ist dabei nur ein ganz kleiner Teil. Sie helfen dir, die Gegenwart zu betrachten, aber auch die Vergangenheit. Diese Grundlage ist so essentiell. Und hier ist ein großer Fehler passiert, den ich selbst auch gemacht habe.
Ja, Planung ist ein Teil davon. Wann funktioniert sie aber am besten? Wenn sie logisch ist. Sie beruht auf Entscheidungen. Das ist nicht so kompliziert, wie es scheint. Ich möchte das mal am Beispiel vom Daily Log machen.
In der Morgenroutine: Hier legt man eine Intention fest. Wie möchtest du heute sein? Und genau das wird dir helfen zu entscheiden, welche Handlungen (früher Aufgaben) heute für dich relevant sind. Eine Intention ist eine Zusage zu einem Prozess, nicht das Ergebnis selbst.
Ein Beispiel dafür könnte sein: „Ich möchte achtsamer mit meinen Emotionen umgehen.“. Wir legen in der Bullet Journal Methode Intentionen übrigens auch für den Monat und den Zeitraum des Notizbuches fest. Ich lege die Intention immer für das Notizbuch selbst so an, dass ich sie für die Monate und den Tag in kleinere Schritte zerlegen kann. Dadurch erleichtere ich mir den Prozess und schaffe mir selbst mehr Klarheit.
Der Monthly Log ist auch keine Kalenderübersicht. Manche erfahrene Bullet Journalisten schreiben hier zwar ihre sicheren und festen Termine auf, aber das passt auch in den Sinn des Monthly Logs. Es geht darum das festzuhalten, was dir wichtig ist. Und ein Jahrestag oder ein besonderes Ereignis ist ja genau das.
Das dazu. Kommen wir jetzt noch zu einer weiteren wichtigen Thematik: Was die Bullet Journal Methode ist.
Was die Bullet Journal Methode ist – ein Werkzeugkoffer
Und genau der gewinnt keinen Schönheitspreis. Diese Wahrheit ist für viele so schwierig zu ertragen. In der kommenden Zeit möchte ich dich mal ganz tief in meine Erfahrungen mit sozialen Medien blicken lassen. Das ist aber auch ein anderes Thema und hat dennoch viel mit der Bullet Journal Methode zu tun.
Dieser Werkzeugkoffer besteht aus wichtigen Grundpfeilern, den sogenannten Core Collections. Sie sind die Grundlage. Sie zu verstehen, ist der Anfang der Bullet Journal Methode. Hast du sie verstanden?
Neulich habe ich ein Video gesehen, dass ich lieber nicht gesehen hätte. Es geht nicht um die Person selbst. Vielmehr war es eine Aussage, die ich extrem fragwürdig fand. Selbst ernannte Bullet Journal Profis sagen gern, dass sie die eine oder andere Core Collection weglassen, weil sie ja wissen, was sie tun. Wenn du aber ganz am Anfang deines Weges mit der Methode stehst, ist das für dich sicherlich schwer zu unterscheiden.
Der Index ist ein gutes Beispiel dafür. Ihn wegzulassen, ist wirklich nicht sinnvoll. Er ist das Inhaltsverzeichnis deines Bullet Journals. Bei einem Buch würde man die Seite ja auch nicht rausreißen und dann hoffen, das richtige Kapitel schon zu finden.
Was ist mit dem Future Log?
Er ist mehr als ein Kalender. Ich selbst hatte lange ein Problem damit, ihn wirklich zu nutzen. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass Ryders Aussagen dazu so wichtig sind. Der Future Log zeigt uns, welches Leben wir in der Zukunft leben werden. Möchte ich das so? Kann ich noch etwas daran ändern? Was liegt in meiner Hand?
Dazu werde ich dir in den kommenden Wochen auch nochmal einige Gedanken teilen. Was ist mit Monthly, Weekly und Daily? Sie sind nicht einfach nur Seiten in deinem Bullet Journal. Sie zeigen dir ganz deutlich, wer du sein möchtest. Sie sind an die Praxis mit der Bullet Journal Methode geknüpft.
Morgens legst du deine Aufgaben fest, abends schaust du dir an, wie der Tag war. In der Wochenreflexion schreibst du auf, welche Handlungen und Ereignisse dich zu deiner Intention und von ihr weg gebracht haben.
Und bei der Monatsreflexion ist das genauso. Daraus folgen dann immer Entscheidungen, was du weiter tun möchtest.
Was die Bullet Journal Methode auch ist
Aus meiner Community kam letztens eine tolle Frage:
Hier gibt es mehrere Wege. Eine davon ist, sich für ein Journal zu entscheiden, das man immer dabei haben kann, wie zum Beispiel das Pocket Journal von Bullet Journal. An dieser Stelle nochmal ein kurzer Moment Werbung. Ich habe die Pocket Journals seit ihrem Erscheinen häufig genutzt und damit unterschiedliche Möglichkeiten ausprobiert. Es ist wirklich leicht mitzunehmen und hält genau einen Monat. Da immer 3 in einem Set sind, halten sie eben auch 3 Monate. Auch dazu wird in den kommenden Wochen nochmal ein eigener Beitrag kommen.
Der Link ist ein Affiliatelink. Du unterstützt damit meine Arbeit, aber zahlst keinen Cent mehr. Danke dir. 💖
Welche Möglichkeiten gibt es denn noch? Das ist die Bullet Journal Methode.
Hast du es denn schon einmal mit Micro-Logging versucht? Das sind Einträge, für die du nur 10 Sekunden brauchst. Sie sind auf jeden Fall sehr wirksam und so kann dich dein Bullet Journal auch über den Tag begleiten, wenn du keinen Schreibtischjob hast. 3 -5 Stichwörter reichen. Das kann deine Hürde zu schreiben sehr senken.
Du kannst auch dein Handy nutzen und so deine Einträge über den Tag dokumentieren. Abends in deiner Abendroutine kannst du sie dann übertragen. Bist du an Orten, an denen du dich immer wieder aufhältst? Dann kannst du auch hier die Zeit zum Schreiben nutzen. Wenn du zum Beispiel an der Kaffeemaschine oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln bist, kannst du daraus eine Schreibroutine machen.
Und es ist enorm hilfreich, den Daily Log nicht zu idealisieren. Er entsteht im Rhythmus deines Lebens, nicht als sitzende Routine. Nimm dir also gern den Druck. Was nicht im Daily Log landet, ist vielleicht auch nicht bedeutsam genug. Und in der Wochen- und Monatsreflexion können Chatnachrichten oder Fotos auch eine Hilfe sein, um wichtige Informationen zu rekonstruieren. Und unser Smartphone haben wir fast immer bei uns.
Was das Bullet Journal also wirklich ist.
Es geht um Reflexion und nicht allein um Planung. Wäre das Bullet Journal nur das, was man so oft auf Social Media sieht, wäre es ein Kalender. Das ist es aber nicht. Es ist eine Methode, die einen großen Einfluss auf Achtsamkeit hat. Mit ihr hast du einen Werkzeugkoffer dabei, der dich wirklich bewusst entscheiden lässt.
Der Vergleich mit dem Werkzeugkoffer ist so wichtig, wenn es ums Weglassen von Core Collections geht. Oder würdest du anfangen, Schrauben mit einem Hammer reindrehen zu wollen? Wohin also mit Terminen, die nicht im aktuellen Monat liegen, wenn du keinen Future Log hättest? Und Notizbücher, die Elemente aus anderen Methoden oder Systemen einbeziehen, sind Hybride und eben keine Bullet Journals mehr.
Dein Ziel darf es also gern sein, zuerst die Grundlagen zu verstehen und die Methode zu einer Routine zu machen. Wenn du dich dann nicht verzettelst, kannst du dir auch noch einen zweiten Schraubenzieher zulegen.
Wenn du diesen Beitrag bis hierhin gelesen hast, danke ich dir sehr.
Hier wird es in Zukunft wieder mehr Blogbeiträge geben, denn ich weiß, dass es viele Fragen zum Bullet Journal gibt. Auf der rechten Seite kannst du meine kreative Arbeit unterstützen oder dich für diesen Beitrag bedanken, wenn er dir geholfen hat.
Hast du Fragen zur Bullet Journal Methode? Konntest du etwas für dich mitnehmen? Ein Kommentar lässt mich wissen, was dich besonders interessiert.
Für heute sage ich Bye und Shalom,

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